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Die Insel Sylt beherbergt einige hübsche und eindrucksvoll erbaute Kirchengebäude, die teilweise schon mehrere hundert Jahre alt sind.

Die größte Kirche auf Sylt ist die St. Nicolai Kirche in Westerland, die vergleichsweise jung ist und Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut wurde. Der dreischiffige Backsteinbau wurde hauptsächlich errichtet, weil die alte Dorfkirche St. Niels zu klein wurde. St. Niels wurde 1635 erbaut und ist auch heute noch zu besichtigen. Die fertiggestellte Kirche wurde 1908 eingeweiht und enthält Elemente aus der Zeit der Romantik (1000-1200 n. Chr.), da man Anfang des 20. Jahrhunderts häufig auf Bauweisen vergangener Epochen zurückgriff. Das älteste Stück der Kirchenausstattung ist der Taufstein, der aus dem 12./13. Jahrhundert stammt und aus Granit gefertigt ist.

Ihren Namen St. Nikolai erhielt die Kirche von Nikolaus von Myra, der als Schutzheiliger der Seefahrer und Kaufleute aus dem 4. Jahrhundert galt.

In Westerland steht noch heute die kleine Dorfkirche St. Niels, die im Jahr 1635 erbaut wurde.

Die jüngste Kirche steht ganz im Süden von Sylt und steht unter Denkmalschutz. Die St. Thomas Kirche wurde in den Jahren 1969-1970 auf einer Düne erbaut und fällt vor allem durch ihre ganz besondere Bauweise auf. Das Gotteshaus ist in der Farbe Weiß gehalten und hat die Form eines Segelbootes – deshalb wir die St. Thomas Kirche auch als „Kirche mit dem Segel“ bezeichnet. Das gesamte Gebäude sieht sehr futuristisch aus, da auch die Fenster schräg in unregelmäßigen Drei- und Vierecken eingebaut wurden. Im Inneren geht es aber deutlich schlichter zu – Die Einrichtung sowie die Decke bestehen größtenteils aus Holz und die Fenster spiegeln sehr klassisch die Passionsgeschichte Christi in den bunten Farben wieder.

Als älteste Kirche Sylts gilt die Evangelisch-lutherische Kirche St. Martin, die in dem Ort Morsum steht. Im Jahre 1240 wurde das Gebäude erstmals urkundlich erwähnt, man ist sich aber sicher, dass es bereits früher errichtet wurde. Zur Zeit des Baus befand die Gegend sich in großer Armut, weshalb diese Kirche auch keinen Kirchturm besitzt und ihre Größe eher spärlich ausfällt. Aus diesem Grund wurde für die Kirchenglocke ein Holzgerüst errichtet, der als Glockenstapel fungiert. Später im 18. Jahrhundert wurde eine Sakristei mit angebaut. Vor über 800 Jahren war es die Aufgabe der Kirche, den Inselbewohnern das Christentum nahe zu bringen.

In Keitum befindet sich die St. Severin Kirche, deren Turm zeitweilig der Nutzung als Gefängnis diente. Noch heute können Sie die Spuren von kriegerischen Auseinandersetzungen in den Mauern mit den schmalen Fenstern erkennen.

Die Kirche St. Peter in Rantum stellt übrigens die einzige Kirche auf Sylt mit einem Reetdach dar.

Die Insel beherbergt hauptsächlich evangelische Gemeinden, bis auf die eine Ausnahme der katholischen St. Christophorus Kirche, die in Westerland steht.